{"id":6591,"date":"2026-03-30T12:56:48","date_gmt":"2026-03-30T10:56:48","guid":{"rendered":"https:\/\/brostclassen.de\/?post_type=medialawblog&#038;p=6591"},"modified":"2026-03-30T13:01:37","modified_gmt":"2026-03-30T11:01:37","slug":"berichterstattung-im-fall-ulmen-wenn-die-mediale-welle-rollt","status":"publish","type":"medialawblog","link":"https:\/\/brostclassen.de\/en\/medialawblog\/berichterstattung-im-fall-ulmen-wenn-die-mediale-welle-rollt\/","title":{"rendered":"Berichterstattung im Fall Ulmen: Wenn die mediale Welle rollt"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Gastbeitrag von Dr. J\u00f6rn Cla\u00dfen f\u00fcr beck-aktuell<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schau\u00adspie\u00adle\u00adrin und Mo\u00adde\u00adra\u00adto\u00adrin Col\u00adli\u00aden Fer\u00adnan\u00addes er\u00adhebt laut einem Spie\u00adgel-Be\u00adricht gegen ihren Ex-Ehe\u00admann Chris\u00adti\u00adan Ulmen schwe\u00adre Vor\u00adw\u00fcr\u00adfe, an\u00adde\u00adre Me\u00addi\u00aden be\u00adrich\u00adten wie\u00adder\u00adum dar\u00ad\u00fcber. Doch diese Ei\u00adgen\u00addy\u00adna\u00admik ist ge\u00adf\u00e4hr\u00adlich \u2013 f\u00fcr Be\u00adtrof\u00adfe\u00adne und auch Jour\u00adna\u00adlis\u00adten, warnt&nbsp;<em>J\u00f6rn Cla\u00ad\u00dfen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Spiegel hat mit seiner Titelgeschichte \u00fcber die Vorw\u00fcrfe der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen ein mediales Beben ausgel\u00f6st. Mittlerweile redet ganz Deutschland \u00fcber den Fall. Dar\u00fcber hinaus ist die&nbsp;<a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/deepfakes-bmjv-entwurf-digitale-gewalt-ulmen-strafnorm-ehrverletzung-collien-fernandes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">politische Forderung zur Bek\u00e4mpfung digitaler Gewalt<\/a>&nbsp;in den Fokus ger\u00fcckt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei aller Unterst\u00fctzung f\u00fcr dieses wichtige gesellschaftspolitische Thema und das berechtigte (auch \u00f6ffentliche) Interesse an einer Aufkl\u00e4rung der schwerwiegenden Vorw\u00fcrfe muss man doch daran erinnern, dass f\u00fcr Christian Ulmen im derzeitigen fr\u00fchen Verfahrensstadium die Unschuldsvermutung gilt. Dieses Spannungsverh\u00e4ltnis f\u00fchrt zu der zentralen rechtlichen Frage, ob und wie Medien \u00fcber Fall berichten d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Spiegel-Story \u2013 ein klassischer Fall der Verdachtsberichterstattung&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>In der Ausgangsberichterstattung des&nbsp;<em>Spiegel<\/em>&nbsp;geht es im Kern um eine Strafanzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Auf eine detaillierte Darstellung der Vorw\u00fcrfe wird an dieser Stelle bewusst verzichtet, weil f\u00fcr den Verfasser nicht einsehbar ist, ob es einen Mindestbestand an Beweistatsachen f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe gibt. \u00dcber den Fall hinaus geht es in der Berichterstattung auch darum, wie ungesch\u00fctzt Betroffene digitaler Gewalt sind \u2013 und wie sehr sexuelle Deepfakes Identit\u00e4t, Sicherheit und W\u00fcrde zerst\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Christian Ulmen hat sich zu den Vorw\u00fcrfen bislang \u00f6ffentlich nicht pers\u00f6nlich ge\u00e4u\u00dfert. Seine Anw\u00e4lte der Kanzlei Schertz Bergmann weisen die Vorw\u00fcrfe aber als &#8220;unwahre Tatsachen&#8221; zur\u00fcck und bezeichnen die Berichterstattung in gro\u00dfen Teilen als unzul\u00e4ssige Verdachtsberichterstattung. Sie haben rechtliche Schritte gegen den&nbsp;<em>Spiegel<\/em>&nbsp;angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Demnach geht es um einen Verdacht, also einen bislang ungekl\u00e4rten Vorwurf, sodass die Berichterstattung des&nbsp;<em>Spiegel<\/em>&nbsp;an den Grunds\u00e4tzen der Verdachtsberichterstattung zu messen ist. Diese hat der&nbsp;BGH&nbsp;in seiner Rechtsprechung mehrfach thematisiert und daf\u00fcr klare Voraussetzungen festgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beweistatsachen, Gelegenheit zur Stellungnahme, keine Vorverurteilung<\/h2>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst braucht es einen Mindestbestand an Beweistatsachen, d.h. eine handfeste belegbare Tatsachengrundlage f\u00fcr den Bericht. Substanzarme Verdachtsmomente reichen ebenso wenig wie das blo\u00dfe Vorliegen einer Strafanzeige, die ohne jede Voraussetzung erstattet werden kann. Dem Betroffenen ist zudem vor der Ver\u00f6ffentlichung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, und diese Stellungnahme muss in der Berichterstattung sichtbar werden. Ferner muss es sich um einen Vorgang von gravierendem Gewicht handeln, dessen Mitteilung durch ein Informationsinteresse der Allgemeinheit gerechtfertigt ist. Die Berichterstattung darf schlie\u00dflich keine Vorverurteilung enthalten, d.h. sie darf nicht den unzutreffenden Eindruck erwecken, der Betroffene sei bereits \u00fcberf\u00fchrt. Journalistinnen und Journalisten m\u00fcssen sich also eine professionelle Distanz zu den Vorw\u00fcrfen wahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anforderungen an diese Sorgfaltspflichten steigen mit der Schwere des Vorwurfs und der Breitenwirkung der Berichterstattung. Da in diesem Fall die Breitenwirkung erheblich und allein die Publizierung der Vorw\u00fcrfe potenziell existenzzerst\u00f6rend ist, wird der&nbsp;<em>Spiegel&nbsp;<\/em>in dem sich ank\u00fcndigenden Rechtsstreit insbesondere zum Mindestbestand an Beweistatsachen sehr \u00fcberzeugende, die Vorw\u00fcrfe st\u00fctzende Informationen vorlegen m\u00fcssen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Recherche teilt das Magazin mit, man habe E-Mails und Chatnachrichten gesichtet, Menschen im Umfeld von Collien Fernandes befragt und eidesstattliche Versicherungen eingeholt. Diese Grundlage wird sich ein Gericht sehr genau anschauen. Hier wird die Musik der presserechtlichen Auseinandersetzung spielen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8220;Wie der Spiegel berichtet\u2026&#8221; reicht nicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach der Ausgangsberichterstattung fragen sich nun viele Journalistinnen und Journalisten, ob und in welcher Form sie die Verdachts\u00e4u\u00dferungen des&nbsp;<em>Spiegel<\/em>&nbsp;\u00fcbernehmen d\u00fcrfen. Befreit zum Beispiel der Zusatz &#8220;Wie der Spiegel berichtet&#8221; von der eigenen Haftung? Oder stellt die Wiedergabe der Berichterstattung eines anderen Mediums nicht auch eine zul\u00e4ssige Tatsachenschilderung dar, weil das andere Medium nun einmal tats\u00e4chlich berichtet hat und der Vorgang somit in der Welt ist?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In beiden F\u00e4llen lautet die Antwort: Nein. Denn auch durch die distanzierte Schilderung wird letztlich der Verdacht weiterverbreitet. Er wird, egal in welcher Einkleidung, zwangsl\u00e4ufig immer mittransportiert. W\u00fcrde man die Weiterverbreitung voraussetzungslos zulassen, dann w\u00e4re ein Betroffener nach einer ersten Berichterstattung schutzlos gegen eine ausgel\u00f6ste Lawine von Folgeberichten. Zudem ist der&nbsp;<em>Spiegel<\/em>&nbsp;keine sogenannte privilegierte Quelle, wie Gerichte, Beh\u00f6rden oder gro\u00dfe Nachrichtenagenturen, die laut Rechtsprechung besonders vertrauensw\u00fcrdig sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zumindest dann, wenn sie detailliert auf die Vorw\u00fcrfe eingehen, greifen Medien selbst in die Pers\u00f6nlichkeitsrechte der Betroffenen ein. Sie sind dann verpflichtet, selbst einen Mindestbestand an Beweistatsachen zu recherchieren. Die blo\u00dfe Berufung auf die Berichterstattung Dritter gen\u00fcgt diesen Sorgfaltsanforderungen nicht; eine ungepr\u00fcfte \u00dcbernahme ist daher mindestens mit dem Risiko behaftet, dass sich eine fehlende Tatsachengrundlage f\u00fcr den Ausgangsbericht auf Folgeberichte durchschl\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Stellungnahme des oder der Betroffenen aus dem Ausgangsbericht einfach zu \u00fcbernehmen, reicht unter Umst\u00e4nden nicht. Denn hier besteht das Risiko, dass sich zwischenzeitlich die Sachlage \u00e4ndert und die Person bei aktuelleren Presseanfragen inhaltlich anders geantwortet h\u00e4tte. Die Folgeberichterstattung w\u00e4re dann aufgrund fehlender aktueller Anh\u00f6rung rechtswidrig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Licht und Schatten in der Medienwelt<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor diesem rechtlichen Hintergrund haben sich offenbar einige Medien mit eigener (detaillierter) Berichterstattung zu den Vorw\u00fcrfen zur\u00fcckgehalten, obwohl das Thema in den sozialen Medien schnell dominierend war \u2013 einschlie\u00dflich s\u00e4mtlicher Rechtsverletzungen, die im Presserechtslehrbuch beschrieben werden. So berichtete die Nachrichtenagentur dpa, eine sogenannte privilegierte Quelle, sehr zur\u00fcckhaltend. Sie verzichtete in ihrer Agenturmeldung offenbar bewusst auf eine Wiedergabe der Details aus der&nbsp;<em>Spiegel<\/em>-Berichterstattung. Laut dem NDR-Magazin&nbsp;<em>Zapp<\/em>&nbsp;teilte der dpa-Nachrichtenchef auf Anfrage mit, man habe durch eigene Recherche die Bedingungen f\u00fcr eine Verdachtsberichterstattung bislang nicht erf\u00fcllen und die konkreten Vorw\u00fcrfe daher lediglich auf Basis des&nbsp;<em>Spiegel<\/em>-Berichts und ohne eigene Kenntnisse wiedergeben k\u00f6nnen. Das w\u00e4re, so der Nachrichtenchef, &#8220;mit einem erheblichen rechtlichen Risiko f\u00fcr dpa-Kunden verbunden&#8221; gewesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Vorgehen ist in presserechtlicher Sicht vorbildlich und rechtfertigt das besondere Vertrauen in die Nachrichtenagentur. Andere Medien haben dagegen vorschnell berichtet und dabei nicht einmal eine eigene Presseanfrage an Ulmen oder dessen Anw\u00e4lte geschickt, was offensichtlich rechtswidrig ist. Vermutlich d\u00fcrfte es sich f\u00fcr diese Medien aber durch die hohe Klickrate gerade zu Beginn einer Berichterstattungswelle rechnen, auch wenn sp\u00e4ter eine Abmahnung folgen sollte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und was d\u00fcrfen Privatpersonen sagen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Mittlerweile haben sich auch Gesch\u00e4ftspartner, Freunde wie Benjamin von Stuckrad-Barre und Fahri Yardim und Prominente wie Oliver Pocher zu Wort gemeldet. Diese d\u00fcrfen grunds\u00e4tzlich frei ihre Meinung zu den Entwicklungen \u00e4u\u00dfern und sich auch \u00f6ffentlich von Ulmen distanzieren. Zudem kann f\u00fcr Privatpersonen unter bestimmten Umst\u00e4nden das sogenannte Laienprivileg gelten, wonach sie sich auf Berichte Dritter berufen d\u00fcrfen, sofern diese unwidersprochen geblieben sind. Dies gilt wiederum nicht, wenn die Privatperson selbst journalistisch t\u00e4tig wird oder \u2013 vergleichbar mit einem Blogger \u2013 \u00fcber eine eigene mediale Reichweite verf\u00fcgt. Dann korreliert mit der Reichweite eine besondere Verantwortung, die bei Verdachtslagen Zur\u00fcckhaltung fordert. Jegliche Formen der Vorverurteilung sind zudem auch Privatpersonen untersagt. Wenn es zudem nachweisbar bzw. gerichtlich festgestellt keinen Mindestbestand an Beweistatsachen f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe gibt, d\u00fcrfen auch Privatpersonen die Vorw\u00fcrfe nicht weiterverbreiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende muss man bei aller Sympathie f\u00fcr eine wirksame Bek\u00e4mpfung digitaler Gewalt ber\u00fccksichtigen, dass hier mit Christian Ulmen eine Person \u00f6ffentlich am Pranger steht, f\u00fcr die die Unschuldsvermutung gilt. Die Vorw\u00fcrfe werden \u2013 ob wahr oder falsch \u2013 f\u00fcr den Rest seines Lebens &#8220;h\u00e4ngen bleiben&#8221; (Semper aliquid haeret \u2013 Es bleibt immer etwas h\u00e4ngen). Insbesondere Medien, die sich mit der Thematik befassen, sollten dieses Spannungsfeld immer vor Augen haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweis: Dieser Beitrag erschien zuerst am 25. M\u00e4rz 2026 auf\u00a0<a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/reaktive-pruefpflicht-online-dauerpublikationen-lg-berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">beck-aktuell<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/verdachtsberichterstattung-collien-fernandes-christian-ulmen-medien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/verdachtsberichterstattung-collien-fernandes-christian-ulmen-medien<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/brostclassen.de\/team\/dr-joern-classen\/\">Dr. J\u00f6rn Cla\u00dfen<\/a>&nbsp;ist Rechtsanwalt und Partner der K\u00f6lner Medienkanzlei Brost Cla\u00dfen, die auf den presserechtlichen Schutz von Unternehmen und Personen spezialisiert ist.&nbsp;BROST CLA\u00dfEN Medienkanzlei ist eine der f\u00fchrenden Kanzleien f\u00fcr Medien- und Presserecht in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-brost-cla-en wp-block-embed-brost-cla-en\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"aVGCAGTHuy\"><a href=\"https:\/\/brostclassen.de\/brost-classen-unter-den-besten-kanzleien-fuer-presserecht\/\">Legal500 Ranking 2026: BROST CLA\u00dfEN unter den besten Kanzleien f\u00fcr Presserecht<\/a><\/blockquote><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Legal500 Ranking 2026: BROST CLA\u00dfEN unter den besten Kanzleien f\u00fcr Presserecht&#8220; &#8211; BROST CLA\u1e9eEN\" src=\"https:\/\/brostclassen.de\/brost-classen-unter-den-besten-kanzleien-fuer-presserecht\/embed\/#?secret=dwXRKcA0QZ#?secret=aVGCAGTHuy\" data-secret=\"aVGCAGTHuy\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schau\u00adspie\u00adle\u00adrin und Mo\u00adde\u00adra\u00adto\u00adrin Col\u00adli\u00aden Fer\u00adnan\u00addes er\u00adhebt laut einem Spie\u00adgel-Be\u00adricht gegen ihren Ex-Ehe\u00admann Chris\u00adti\u00adan Ulmen schwe\u00adre Vor\u00adw\u00fcr\u00adfe, an\u00adde\u00adre Me\u00addi\u00aden be\u00adrich\u00adten wie\u00adder\u00adum dar\u00ad\u00fcber. 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